Mit der Überfahrt von Pikton nach Wellington verlassen wir nach gut 3 Wochen die Südinsel (die nun auch blogtechnisch vervollständigt wurde, ebenfalls ein paar weitere Naturbilder unter ‚New Zealand‘).
Entgegen allen Warnungen hatten wir wenig bis keinen Regen, viel Sonne, tolle Natur-, aber auch Städtehighlights. In erster Linie sind hier Christchurch und Dunedin zu nennen. Zu letzterem auch hier noch nachgereicht der alte Bahnhof. Hier hätte Harry Potter gedreht werden können 🙂
Einzige Änderung die wir nach den 2600 Kilometern auf der Südinsel für den Norden vorgenommen haben. Weniger fahren! Ok, hat bis jetzt nicht geklappt, aber der Wille zählt!
Vielleicht sei nochmal betont das man mit dem Campervan Höchstgeschwindigkeit 90 km/h hat und auf den meisten Strecken eher mit Durchschnittstempo 50 fährt. Hügelige bis bergige Abschnitte, enge Strassen und einige Stopps tun dann ihr übriges dazu…
Die Überfahrt in Richtung Hauptstadt geht durch die Marlborough Sounds und ist alleine schon was zum Geniessen. Eine tolle Kulisse, die man in der 3 stündigen Fahrt durchkreuzt. Erste geht es langsam durch den Sound, dann durch den windigen Cook Strait, bis man in einem langen Bogen auf ‚windy‘ Wellington zusteuert.
Die Stadt hat uns erstmal überrascht. In der Marina Bay fanden wir einen Freedom Camperbereich mit Dusche (also alles kostenlos) und am Nationalmuseum, welches an den Piers im Zentrum liegt am Tag darauf auch noch einen 24stunden Parkplatz für 12 NZD (knapp 8 €).
Das lies sich, bei den hier sonst üblichen Preisen doch mal sehen!
Beim Spaziergang durch den Botanischen Garten schaute uns sogar eine blühende ‚Century Agave‘ an. Was ist daran so besonders? Die Pflanze blüht nur alle 1o Jahre! Entweder der Namensgeber ist kein guter Mathematiker gewesen oder im Leben eines Biologen fühlen sich 10 Jahre auch fast wie ein Jahrhundert an…wie auch immer, die Agave blühte pächtig und war riesig!
Was hatte die Hauptstadt noch zu bieten? Ein tolles Nationalmuseum ‚Te Papa‘ (ebenfalls mit freiem Eintritt), gute & günstige Fush and chups (so klingt es wenn ein Kiwi Fish and Chips bestellt), interessante grüne Ampeldamen (in Erinnerung an das Weltweit erste Wahlrecht für Frauen in Neuseeland 1893), eine Cabel Car und einen schönen Pierbereich.
Ach ja und natürlich Schulsport wie man ihn sich wünscht!
Auch unser Experiment die weite Steecke von Wellington zum Zentralplateau mit seinen Vulkanen möglichst smart zu überbrücken hat soweit funktioniert. Um Amélie entgegenzukommen, die meist nach 1,5 Stunden fahrt Lust auf was anderes hat, standen wir um 4 Uhr auf, fuhren mit schlafendem Frottemonster bis 8 Uhr durch. Dann Frühstück, selbst nochmal 2 Stunden schlafen und dann auf den größten Spielplatz in Whanganui, den wir finden konnten. Dieser hatte mindestens die Größe von 4 Fußballfelder, mit Wasserlabyrinth, Rutschen & Schaukeln jeglicher Machart und diversern Themenbereichen.
Wie alles hier in Neuseeland extrem kinderfreundlich, wie auch alle Kindertoiletten, Wickelmöglichkeiten und natürlich die Kiwis selbst!